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Rostocker Bankerpresser will nach Thailand

07
Mar

Der in Rostock inhaftierte Erpresser der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) verlangt die sichere Ausreise nach Thailand. Dafür will er die Liste von 725 Bankdaten, die er bei der LLB geklaut hat, an die deutsche Steuerfahndung geben. Bislang kam ein solcher Deal aber nicht zustande.

Eine Bewährungsstrafe und freies Geleit nach Thailand. Das hat der Erpresser der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) nach Informationen von stern.de offenbar als Gegenleistung dafür gefordert, dass er eine Liste mit mindestens 725 Kundendaten der Bank an die deutschen Steuerbehörden übergibt.

Zunächst versuchte Michael F. den Deal über das Bundesfinanzministerium einzufädeln. Ministeriumssprecher Torsten Albig bestätigt: Es haben sich am 25. Februar “Rechtsvertreter eines Inhaftierten in Mecklenburg-Vorpommern” an das Finanzministerium gewandt. Diese hätten berichtet, dass ihr Mandant angeblich über Datenmaterial im Zusammenhang mit der LBB verfüge und dieses angeblich auf Steuerhinterziehung hinweise. Daraufhin habe der zuständige Steuer-Staatssekretär diese Information in Form eines Vermerkes an die Steuerfahndungsbehörden weitergeleitet und auch die Rechtsvertreter darauf hingewiesen, dass sie sich dorthin wenden sollten. Es seien keine Daten an das Finanzministerium gelangt, versichert Albig.

 

Zu Verhandlungen nicht berechtigt

Darauf hin kontaktierte Astrid Denecke, eine der beiden Hamburger Anwältinnen des Erpressers, nach Informationen von stern.de am Dienstag die Staatsanwaltschaft Bochum. Dabei soll sie versucht haben, eine Bewährungsstrafe und freies Geleit für ihren Mandanten zu erreichen. Ohne Erfolg. Die Ermittler erklärten, sie seien zu solchen Verhandlungen nicht berechtigt. Der für die Aufklärung der Liechtensteiner Steueraffäre zuständige Bochumer Staatsanwalt Eduard Güroff sagte stern.de im Falle des LLB-Erpressers Michael F. sei die Rostocker Staatsanwaltschaft zuständig. Nur sie könne Gespräche mit dessen Verteidigung führen. Doch diesen Schritt sind die Anwältinnen noch nicht gegangen - noch nicht.

“Bei der Rostocker Staatsanwaltschaft sind bislang keine entsprechenden Anfragen angekommen”, bestätigt Sprecher Peter Lückemann. Eine Vereinbarung über eine Bewährungsstrafe und freies Geleit sei “extrem unwahrscheinlich”. Immerhin ist Michael F. Ende Februar wegen des dringenden Verdachts der gewerbsmäßigen Erpressung angeklagt worden. Mit der Ankündigung, für die Zeit nach der maximal 15-jährigen Haft eine Sicherungsverwahrung zu beantragen.

Vermittlung angeboten

” Die Frage, wo sich die Daten befinden, ist bislang ungeklärt. Die Verteidigung des mutmaßlichen Erpressers der LLB widersprach einem Bericht des ARD-Magazins “Panorama”. Sie sei nicht wie behauptet im Besitz von Bank- Kundendaten. “Es existiert weder eine DVD noch eine CD, wir haben allenfalls eine Vermittlung der Datensätze angeboten”, sagte Anwältin Astrid Denecke. Im Gespräch mit stern.de kündigte Verteidigerin Leonore Gottschalk-Solger an, sie werde am kommenden Montag eine Erklärung für ihren Mandanten abgeben.

Die LLB hatte 2005 und 2007 insgesamt neun Millionen Euro an Michael F. gezahlt, nachdem er angekündigt hatte, er werde die brisanten Daten an die deutschen Steuerbehörden weitergeben. Nach der Zahlung des Schweigegelds hatte der jetzt 48-Jährige bereits 1600 von 2325 gestohlenen Kundendaten der Bank zurück gegeben. Die restlichen 725 Kontenbelege sollten im kommenden Jahr gegen Zahlung weiterer vier Millionen Euro übergeben werden. Doch im November 2007 wurde Michael F. verhaftet als er mit einer halben Million Euro im Koffer auf dem Weg zum Hamburger Flughafen war. Ziel: Thailand, wo er mit Frau und Tochter lebt.

Tsunami - Die Welle, die alles mit sich riss

25
Feb

Es ist nicht viel, was Uwe S. aus seinem alten Leben geblieben ist, aber ein Stück daraus trägt er an seinem Körper. Dieses Hemd, schimmernd blau, hochgeschlossen bis zum Kragen, tadelloser Sitz. Das Ordentliche, das dieses Hemd symbolisiert, der glänzende Stoff – alles das passt nicht zu der Einrichtung dieser einfachen Einzimmerwohnung, den furnierten schlichten Möbeln, den Fenstern ohne Gardinen. Wie maßgeschneiderte Kleidung eben schlecht passt zum Leben in einem sozialen Wohnprojekt. Uwe S. holt tief Luft, er saugt die Luft ein, wie, um genug Atem zu haben für einen schweren Satz. „Ich war ganz oben“, sagt er, „jetzt bin ich tief unten, und das alles geschah in wenigen Sekunden.“
Die Geschichte von Uwe S. handelt von einem, der in die Ferne zog und dort das Glück fand. Von einem, für den es fast nur bergauf ging, so lange, bis eine mächtige Welle sein Leben erfasste und alles mit sich riss, was zuvor so unverrückbar fest zu stehen schien, und ihn aus einem prächtigen Haus in Thailand direkt hierherspülte, in diese kleine Erdgeschosswohnung der Sozialen Wohnraumhilfe in Döhren, eines Diakonieprojekts, unweit der Bahnlinie.
Alles begann Ende der achtziger Jahre, als er eine Stellenanzeige entdeckte. S. hatte hier, in Hannover, Informatik studiert, nun erledigte er Aufträge für diesen und jenen. Das Geld reichte zum Überleben, aber zum guten Leben reichte es nicht. Es fiel ihm nicht schwer zu gehen, als ihm eine Software-firma aus Kantharalak eine Stelle anbot. Er würde weniger verdienen als in Deutschland, aber um Geld ging es ihm nicht. „Ich war neugierig. Und was hatte ich schon zu verlieren?“ Was dann geschah, gleicht in manchem einem Märchen oder jedenfalls manchen Träumen, die Auswanderer haben, wenn sie Deutschland verlassen. Uwe S. wurde Leiter der Entwicklungsabteilung, immer besser sprach er die Landessprache, war der Liebling des Chefs – und er lernte dessen Tochter kennen. S. weiß um die Klischees von deutschen Männern mit thailändischen Frauen. Wohl auch deshalb betont er, wie schwer es für ihn gewesen sei, sie für sich zu gewinnen, sie, die junge Frau, die in London studiert hatte. „Da habe ich monatelang gekämpft.“ Ihr Sohn wurde 1995 geboren. Sie nannten ihn Peter.
Ende der neunziger Jahre überstehen sie die asiatische Wirtschaftskrise, 90 Mitarbeiter haben sie nun und schreiben Programme für die Luftfahrtindustrie. Ihre Kunden sind die großen Firmen, Boeing, Embraer, solche Unternehmen. S. hat noch Hemden aus seinem alten Leben, er holt sie aus dem improvisierten Schrank, einem mit Stoff umspannten Regal mit Reißverschlusstür. Es sind Polohemden von Flugzeugpräsentationen, „Asia Pacific Demo Tour“ steht zum Beispiel darauf. Kleine Andenken. Es ging ihnen gut, S. und seiner Frau, und so erlaubten sie sich an Weihnachten 2004 einen Urlaub. Daheim blickten sie aus ihrem Haus über die Reisfelder, aber nun sollte es etwas anderes sein, am besten das Meer. So fliegen sie nach Phuket. Am Vormittag des 26. Dezember liegen sie am Strand, dann macht sich Uwe S. auf den Weg zum Hotel, um das Frühstück zu holen. Er ist dort noch nicht angekommen, da hört er ein mächtiges Grollen.
Als er wieder zu sich kommt, liegt er zwischen den Trümmern eines Hauses. Er läuft umher, Richtung Strand, panisch, durch das Chaos. Was er sieht, sind tote Körper überall, sogar in den Bäumen. Seine Frau und den Sohn kann er nirgends entdecken. Es fällt Uwe S. schwer, über diese Tage zu sprechen, auch jetzt noch. Er stockt, bricht Sätze ab, schüttelt den Kopf, setzt wieder an, bricht wieder ab. Als er seine Familie nicht findet, fährt er in sein Haus zurück. „Und dann begann ich zu trinken. Nur noch zu trinken. Ich wollte einfach nichts mehr spüren.“
Einen Monat nach dem Tsunami werden seine Frau und sein Sohn für tot erklärt. Nur wenige Tage später steht die Polizei vor seiner Tür. Eine kleine Tasche solle er packen, dann bringen die Beamten ihn in Abschiebehaft. Seine Aufenthaltsberechtigung war an die Ehe mit seiner Frau gekoppelt. Nun soll er das Land verlassen.
Eng ist es in dem Gefängnis, überfüllt, die Versorgung schlecht. „90 Leute in einem Raum, der Platz reichte gerade, um sich auf den Boden zu kauern.“ Der Tod der nächsten Menschen, das Ende seines alten Lebens, nun das Gefängnis – was S. mühevoll beschreibt, ist ein Albtraum. Erst als er unterernährt und der Depression nah auf die Krankenstation verlegt wird, bessert sich seine Lage. S. protestiert mehrmals gegen seine Haft. Dennoch dauert es vier Monate, bis der Flugtermin festgesetzt wird. Am 23. Juni 2005, einem warmen Tag, landet er in Frankfurt. Mit seinem letzten Geld kauft er ein Bahnticket nach Hannover. Hier meldet er sich bei der Bahnhofsmission. „Ich war ja völlig mittellos.“
Seitdem lebt er in der kleinen Wohnung in Döhren. In einer Ecke im Schrank liegt das Wenige, das an sein altes Leben erinnert. Der deutsche Reisepass mit den thailändischen Stempeln, die thailändischen Bankkarten von ihm und seiner Frau, alles, was er in der Eile zusammenklaubte oder im Portemonnaie hatte. „Das ist mein kleines Museum.“ Gleich daneben, an der Wand, hängt ein Foto seines toten Sohnes. Es ist das einzige, das er hier hat. S. zündet sich eine Zigarette an. Er raucht viel. Alte Programmierergewohnheit, sagt er. Er brauchte viele Monate, bis er mithilfe eines Diakoniepädagogen und eines Psychologen wieder ins Leben fand. Er hat sich auch aus billigen Einzelteilen wieder einen Computer gebaut, hat sich fit gehalten und sich bei Firmen beworben. „Aber dann hieß es: zu alt. Oder überqualifiziert.“ S. ist 51. Er schüttelt den Kopf. Als sei dies nicht mehr sein Land.
Was werden soll, er ist nicht sicher. Was mit dem Haus in Thailand ist, was mit den Konten mit dem Firmengeld, die bei seiner Abschiebung angeblich eingefroren wurden, er weiß es nicht. Und er weiß auch nicht, ob er es verkraften würde, wieder hinzufahren, falls Thailand ihn überhaupt einreisen ließe. „Dann wäre mit einem Schlag alles wieder da, die ganzen Erinnerungen.“ Im Moment muss er sich darüber auch gar keine Gedanken machen. Er hätte nicht das Geld für den Flug. Uwe S. lebt von Hartz IV, und im Moment zahlt er noch die Kosten für den Abschiebeflug ab, in monatlichen Raten von 25 Euro an den deutschen Staat.

Jennifer Lopez

23
Feb

NY /  Jennifer Lopez gave birth to twins early Friday, making the singer and husband Marc Anthony the parents of a boy and a girl after one of pop music’s most closely watched pregnancies.

“She’s thrilled,” Lopez’s manager, Simon Fields, told The Associated Press. He said the babies were born “just after midnight this morning.”

Fields confirmed that the girl arrived first, weighing 5 pounds, 7 ounces. “Her boy is 6 pounds even and arrived about 15 minutes later” at a Long Island hospital, he said. The location was not identified.

Ending months of speculation, Lopez confirmed her pregnancy at a Miami concert in November. Her father, David Lopez, told Telefutura’s “Escandalo TV” earlier this month that the 39-year-old singer was expecting twins.

Lopez and Anthony, 38, married in 2004. The twins are her first children, and his fourth and fifth.
Jennifer Lopez is working a whole “I’m so coy” thing lately, but we didn’t realize her new prim-and-proper attitude was going to affect her fashion sense. Mrs. Marc Anthony goes Victorian as she models a tweedy black-and-white coat with a lace toilet paper seat cover around her neck. Jen, trust us, the Peter Pan collar didn’t work for Barbra Streisand when she collected her Oscar in see-through Scaasi in 1968 and it doesn’t work for you. The A-lister also remains in desperate need of a new makeup artist, preferably one who will refrain from turning the top half of her face into a Kabuki mask.

Hillary Rodham Clinton vs. Barack Obama

22
Feb

AUSTIN, Texas - Hillary Rodham Clinton accused Democratic presidential rival Barack Obama of political plagiarism Thursday night and said he represented “change you can Xerox.” Obama dismissed the charge out of hand, adding in a campaign debate, “What we shouldn’t be doing is tearing each other down, we should be lifting the country up.”The exchange marked an unusually pointed moment in an otherwise civil encounter in the days before March 4 primaries in Texas and Ohio — contests that even some of Clinton’s supporters say she must win to sustain her campaign for the White House.

In a university auditorium in the heart of Texas, the two agreed that high-tech surveillance measures are preferable to construction of a fence to curtail illegal immigration.

They disagreed on the proper response to a change in government in Cuba in the wake of Fidel Castro’s resignation. Clinton said she would refuse to sit down with incoming President Raul Castro until he implements political and economic reforms. Obama said he would meet “without preconditions,” but added the U.S. agenda for such a session would include human rights in the Communist island nation.

They also sparred frequently about health care, a bedrock issue of the campaign.

Clinton said repeatedly that Obama’s plan would leave 15 million Americans uncovered.

But he, in turn, accused the former first lady of mishandling the issue by working in secrecy when her husband was in the White House.

“I’m going to do things differently,” he said. “We can have great plans, but if we don’t change how the politics is working in Washington, then neither of our plans are going to happen.”

WASHINGTON — John McCain emphatically and persistently denied Thursday that he had any personal ties to a female lobbyist and said that no one in his campaign had advised him to avoid her.

The New York Times triggered twin political and journalistic firestorms by raising questions about the relationship between McCain, who’s cultivated an image of moral rectitude and political independence, and corporate lobbyist Vicki Iseman. The story said that aides had tried to discourage the Arizona senator from dealing with Iseman eight years ago because they feared that “the relationship had become romantic.”

McCain said the account was “not true.” Times Executive Editor Bill Keller defended it, saying in a statement: “On the substance, we think the story stands for itself.”

It was unclear Thursday what, if any, political fallout the story might cause and whether it would help or hurt McCain’s quest for the presidency. Also unclear were the journalism repercussions.

Some critics faulted the Times for relying on anonymous sources, retelling old stories about McCain and raising the possibility that the senator and the lobbyist may have had a romantic relationship without providing more than hearsay. Others said the story provided legitimate information about a presidential candidate.

Former Arkansas Gov. Mike Huckabee, McCain’s leading rival for the GOP nomination and a Baptist minister, dismissed the paper’s allegations. “I take him at his word,” Huckabee said. “For me to get into it is completely immaterial.”

There also was talk that conservatives who’ve been reluctant to embrace McCain because of his stands on immigration, torture and other issues might now rally behind him.

However, David Keene, the chairman of the American Conservative Union, said he doubted that the story would trigger a gusher of sympathy. “I don’t think for most conservatives the Times dictates where they’re going to end up,” he said with a laugh.

Before the day was over, though, both McCain’s campaign and the Republican Party had launched fundraising efforts tied to the story.

Republican National Committee Chairman Robert M. “Mike” Duncan wrote supporters that the Times “has proven once again that the liberal mainstream media will do whatever it takes to put Senator Hillary Clinton or Barack Obama in the White House.” So, he said, “please make an urgent secure contribution of $1,000, $500, $100, $50 or $25″ to help the RNC.

The Times said that some of McCain’s top advisers, fearing there might be an intimate relationship between the two, “intervened to protect the candidate from himself — instructing staff members to block the woman’s access, privately warning her away and repeatedly confronting him, several people involved in the campaign said on condition of anonymity.”

The story relies heavily on two unidentified former McCain “associates” but doesn’t characterize their current relationships with him. A former McCain aide, John Weaver, told both the Times and The Washington Post that he met with Iseman at Washington’s Union Station to persuade her to stop seeing the senator.

The story also reports that Iseman, whose clients include firms with substantial business before the Senate Commerce Committee, “had been turning up with (McCain) at fundraisers, visiting his offices and accompanying him on a client’s corporate jet.” McCain chaired the committee at various times from 1997 to 2005.

McCain on Thursday almost categorically denied the story’s main points.

“I’ve served this country honorably for half a century,” the likely Republican presidential nominee said with his wife, Cindy, at his side. “At no time have I ever done anything that would betray the public trust.”

McCain was asked if he ever had a meeting with any of his staffers in which they told him to stay away from Iseman or to be concerned about appearing to be too close to a lobbyist.

“No,” McCain said.

“No meeting ever occurred?” a reporter asked.

“No,” McCain answered.

“No staffer was ever concerned about a possible romantic relationship?” the questioner continued.

“If they were,” McCain said, “they didn’t communicate that to me.”

“Did you ever have such a relationship?” another reporter asked.

“No,” McCain said.

He described his relationship with Iseman as having “seen her on occasion, particularly at receptions and fundraisers and appearances before the committee. I have many friends in Washington who represent various interests and those who don’t. And I consider her a friend.”

The media firestorm was triggered in part by the fact that the Times story, and a similar one reported hours later by the Washington Post, included extensive historical material — some of it eight years old — and background and new material attributed mostly to anonymous sources.

Most of the incidents reported by the Times had been reported before, including McCain’s 1991 reprimand for “poor judgment in intervening with the regulators” on behalf of savings and loan official Charles Keating, who later wound up in jail, and a letter he wrote to the Federal Communications Commission at least eight years ago on behalf of a corporation whose jet he used.

The newspaper’s article drew criticism but also supporters in the journalism community.

American Journalism Review Editor Rem Rieder called the story “defensible” because McCain cites his independence from lobbyists as an important campaign theme. “The ethical blind spot, as well as a possible pattern, make it a story,” Rieder said.

Bryce Nelson, a professor of journalism at the University of Southern California’s Annenberg School for Communication, said that while the piece’s structure was “strange,” he thought that the news about the aides’ concern “is certainly relevant.”

Others found the story wanting.

“The hole in this story is the innuendo they can’t prove,” said Philip Meyer, a professor of journalism at the University of North Carolina in Chapel Hill.

“All of this is old,” said Amy Mitchell, the deputy director of the Project for Excellence in Journalism in Washington, a research group. While there’s nothing wrong with writing about a candidate’s past, she said, “it should be revealing, and we’ve been through this before.”

“This would have been a legitimate story when it was a story — during the 2000 campaign,” said S. Robert Lichter, the president of the Center for Media and Public Affairs, a Washington research group. “It looks like an expose, acts like an expose, but it’s not an expose.”

Two fighter jets likely collided and crashed during a training exercise

21
Feb

EGLIN AIR FORCE BASE, Fla. - Two fighter jets likely collided and crashed during a training exercise over the Gulf of Mexico on Wednesday, but the pilots ejected and were rescued, the Air Force said.

The pilots were rescued after their single-seat F-15C Eagles disappeared Wednesday afternoon off the Florida Panhandle, about 35 miles south of Tyndall Air Force Base, Eglin Air Force Base spokeswoman Shirley Pigott said.

The planes crashed during a training exercise “emphasizing basic maneuvers and tactics,” said Col. Todd Harmer, commander of the 33rd Fighter Wing, 58th Fighter Squadron.

The cause of the collision was not immediately known, but the Air Force will investigate, Harmer said. Weather in the area was clear.

Both pilots had been with the wing “for quite some time,” Harmer said.

A Coast Guard rescue jet located one pilot and radioed the location to a fishing vessel, which picked him up, said Coast Guard Petty Officer James Harless. A Coast Guard helicopter then hoisted the pilot off the vessel.

That pilot told rescuers he saw the other pilot also eject but lost him in the clouds, Harless said. He told them the approximate location for the second pilot, who was found by a Coast Guard helicopter, Harless said.

Harmer said he had no information on the condition of the pilots, who were being taken to Eglin base hospital.

No debris from the jets has been found, Harless said.

The Air Force grounded all of its F-15s — nearly 700 — after the catastrophic failure of an F-15C during a routine training flight in Missouri in November. The pilot safely ejected.

Most were back in service by January, but others were grounded indefinitely after defects were found.

The Air Force began using the F-15C in 1979. The planes, built by McDonnell Douglas Corp., were deployed to the Persian Gulf in 1991 in support of Operation Desert Storm and have since been used in Iraq, Turkey and Bosnia.

The planes can fly as high as 65,000 feet, and each costs about $30 million, according to the Air Force.
Both pilots are alive, but Eglin Air Force Base spokeswoman Lois Walsh said she was unable to comment about their conditions.

The planes were from the 33rd Fighter Wing, a combat-flying unit out of Eglin Air Force Base, near Pensacola, Florida.

The crash happened about 3 p.m. about 50 miles south of Tyndall Air Force Base in Panama City, Florida.

U.S. Coast Guard Petty Officer James Harless said helicopters, airplanes and ships were deployed from Florida, Alabama and Louisiana to help with the search.

Air Force search and rescue and U.S. Coast Guard crews raced to the scene of the collision to pick up the two fliers, who had been on a routine training mission.

In January, a top Air Force general said a manufacturing defect blamed for causing a midair breakup of an F-15C Eagle, which occurred in November, might lead the Air Force to permanently ground a quarter of those warplanes.

Illegal global trading of wildlife

20
Feb

Hare coursing, bird trapping and the UK’s role in the illegal global trading of wildlife will be discussed by a member of the Metropolitan Police at Wolfson College this Thursday (February 21).

Andy Fisher, head of the Met’s Wildlife Crime Unit and the man responsible for looking at UK links to such crimes, will shed light on an industry worth more than £5billion a year globally.

He will also highlight how the Metropolitan Police’s Wildlife Crime Unit has progressed from being a one man, part-time operation, to becoming the UK’s only full-time wildlife crime enforcement unit.

They deal with all types of offences from destruction of habitat, illegal poisoning, bird trapping and hare coursing, to the illegal trade in endangered species from all over the world - a trade in which the UK, and London in particular, plays a prominent part. .

Their flagship operation against this trade is the innovative Operation Charm, a pioneering scheme that has inspired similar operations in a number of other countries. .

There is more information about the operation at www.operationcharm.org .

Anyone wishing to attend Thursday’s talk should be at The Quiet Room, Wolfson College, at 17.45pm for 6pm.

The University and Colleges have decided to discontinue the Cambridge Application Form (CAF) and the associated £10 fee, thus bringing the application process in line with that at other universities.

Subject to final confirmation in the summer when the necessary technical developments have been concluded, UK and EU students applying to Cambridge this autumn for undergraduate courses beginning in 2009 onwards will simply list Cambridge on their UCAS application with their other university choices. After their application has been received, they will be asked to provide additional information through a supplementary questionnaire, in common with applicants to many other universities. It is planned that this questionnaire will be completed online.

Until now, all applicants to Cambridge have been required to submit two forms: a UCAS application, which is submitted online, and a separate CAF, which was sent by post direct to Cambridge by the applicant or by their school/college. They were also then asked to fill in a supplementary application questionnaire.

The CAF has been a feature of the Cambridge admissions process for several decades. Its purpose was to supply Cambridge with detailed information about applicants and to give admissions tutors access to this information in advance of its circulation to universities by UCAS.

The changes reflect Cambridge’s determination that its application procedure should be as straightforward as possible for applicants, especially those from “non-traditional” backgrounds.

Dr Geoff Parks, Director of Admissions for the Cambridge Colleges, said: “We have been looking forward to the day when we could discontinue our separate application form since the University started work on the new internal student records system, CamSIS. We are delighted that this is now becoming a reality. The change will benefit everyone concerned: applicants, their schools and colleges and our admissions tutors and officers.”

The deadline for applications to Cambridge will remain October 15; all applicants listing Cambridge among their university choices will need to submit their application to UCAS by this date. This early date for Cambridge applications is necessary due to both the intensive scrutiny each application receives, setting academic achievement within context, and the organisation entailed in holding interviews for more than 12,000 applicants in December, prior to offers being made in January.

As now, applicants will indicate their choice of College on their UCAS application. Students will also continue to be able to make an Open application in which they do not specify a College. Open applications are allocated by a computer program to Colleges which happen, in that year, to have received fewer applications per place in that subject than the average number across all Colleges.

The Cambridge Special Access Scheme (CSAS), for applicants whose schooling has been disrupted or disadvantaged or whose family and school have little history of higher education, will continue; a CSAS form should be submitted by October 15. This form is downloadable from the Undergraduate Admissions pages of the University of Cambridge website.

Applicants from outside the EU will continue to be required to submit a Cambridge Overseas Application Form (COAF) to their chosen College or to the Cambridge Admissions Office by post by October 15. Applicants from outside the EU wishing to be interviewed overseas must submit applications by an earlier date of September 20. An application fee will be retained for applicants outside the EU in order to meet the additional costs associated with interviewing applicants in a number of overseas countries.

Schools and colleges across the UK have warmly welcomed these changes.

Dr John Guy, Principal of the Sixth Form College Farnborough, said:

“This landmark decision gives the strongest possible signal to young people of all backgrounds that they are welcome to apply to the University of Cambridge. I applaud the University for the removal of what has been a significant barrier to admissions, both in perception and in reality.”

Dave Kelly, Principal of Barrow in Furness Sixth Form College, said:

“I am delighted at the changes to the Cambridge admissions procedures. Our college serves some of the most deprived communities in the country and consequently many of our students have fairly low aspirations. The changes will remove another perceived barrier to potential applicants and students will find the process less daunting. I hope that this will encourage more of our very brightest students to consider Cambridge as an option.”

Fidel Castro resigns

20
Feb

Fidel Castro resignes as Cuba’s president, ending his nearly 50-year rule of the Caribbean nation, quotes Granma news paper of Cuba. VOA’s Sean Maroney reports with details from Washington.

Cuba’s leading news paper Granma quotes Mr. Castro as saying he will not aspire to nor accept another term as president when the country’s newly-elected National Assembly meets, Sunday.

Fidel Castro has not appeared in public since undergoing intestinal surgery in July, 2006. Since then, his brother Raul has served as acting president.

As the 81-year-old leader ages, rumors have circulated about the state of his health. Since ceding power to his brother, Mr. Castro has been seen in photographs and videos. He has not had any public appearances.

Mr. Castro said in a December letter that he did not want to stay in power forever. He wrote that his duty is not to hold on to positions or block the path of younger people, but to share the experiences and ideas from his life.

The Cuban leader has forged close ties with Bolivian President Evo Morales as well as Venezuela’s leftist president, Hugo Chavez. Mr. Chavez has made several trips to visit the ailing leader and has sold 53,000 barrels of crude oil daily to Havana at below-market prices.

The Cuban leader Fidel Castro seized power in a 1959 revolution against dictator Fulgencio Batista.

Speaking during his trip to Rwanda, U.S. President George Bush said he now hopes for the beginning of a democratic transition in Cuba.

Cuban leader Fidel Castro, who has not been seen in public in more than 16 months because of ill health, says that he will not obstruct the rise of a new generation of leaders.

In a letter read on Cuban television Monday, Mr. Castro said his elemental duty is not to hold onto positions, or stand in the way of younger people.

It was the first suggestion from the 81-year-old Castro that he might step down permanently from the presidency. He handed over power to his brother, Raul, in July 2006 to undergo surgery, but said the move was temporary. He has yet to reclaim presidential powers.

Fidel Castro has since appeared in official photographs and videos and regularly is credited with essays on international themes. Details of his health have been kept secret by the Cuban government.

Serbia Appeals to UN to Reject Kosovo Independence

20
Feb

Serbia Appeals to UN to Reject Kosovo Independence

Serbia’s president told the U.N. Security Council that Kosovo’s unilateral declaration of independence is illegal and violates Serbia’s sovereignty and territorial integrity. But despite his demands that the council reject Kosovo’s independence, several members expressed their support for the new state. From United Nations headquarters in New York, VOA’s Margaret Besheer has more.

During Monday’s emergency meeting, Serbian President Boris Tadic told the 15-member Security Council that recognizing Kosovo’s independence would be a dangerous precedent. He is heard here through a translator.

“There are dozens of various Kosovos in the world and all of them lie in wait for Kosovo’s act of secession to become a reality and to be established as an acceptable norm. I warn you most seriously of the danger of the escalation of many existing conflicts, the flaring up of frozen conflicts and the instigation of new ones,” he said.

He reiterated Serbia’s commitment to a peaceful and negotiated settlement and said his government would not resort to force. But he repeated Belgrade’s position that it would never recognize the independence of Kosovo, and he called on the U.N. secretariat to declare Kosovo’s independence null and void. But Secretary-General Ban Ki-moon told reporters that is not a decision for the secretariat.

“I note that the independence of Kosovo has been recognized by a number of countries, and I would like to remind you that the recognition of States is for the States, and not for the U.N. Secretariat,” he said.

As for accusations that Kosovo’s declaration of independence is illegal, the U.N. chief said it is not for him to say what is or is not legal.

Britain, France and the United States — three of the five veto-wielding members of the Security Council –expressed their support for Kosovo’s independence. They rejected President Tadic’s argument that it would set a dangerous precedent, saying Kosovo is a unique case because of the bloody breakup of the former Yugoslavia in the 1990s, and the history of ethnic cleansing of Kosovo’s ethic Albanian majority.

Earlier Monday, President Bush recognized Kosovo’s independence and welcomed its assurances that it would respect U.N. envoy Martti Ahtisaari’s plan to build a democratic and multi-ethnic Kosovo.

But Russia and China, which hold the other two Security Council vetoes, expressed their strong opposition to Kosovo’s declaration. Russia’s ambassador called Kosovo’s actions a “threat to peace and security in the Balkans,” while China called for a negotiated settlement of Kosovo’s status.

Monday’s emergency meeting ended after more than two hours without agreement on a resolution or a joint statement.

Speaking after the meeting, Serbian Foreign Minister Vuk Jeremic, announced that his country was at that moment recalling for consultations all of its ambassadors from the capitals that have recognized Kosovo.

Kosovo has been under United Nations administration since 1999, when NATO-led air strikes halted Belgrade’s crackdown on ethnic Albanian separatists and drove Belgrade’s security forces from the province.

President Bush says he is backing independence for Kosovo because he believes it will bring peace to the Balkans. VOA White House Correspondent Scott Stearns reports Russia and Serbia say Kosovo’s unilateral declaration sets a dangerous precedent for separatist movements, worldwide.

President Bush says he has made clear to Russia, all along, that he supports Kosovo’s independence because he believes it is an historic step toward peace.

“We’ve been working very closely with the Russians, as we have with the Europeans and other nations on Kosovo’s independence, because we believe it’s the right thing to do,” the president said. “You know, there’s a disagreement, but we believe, as do many other nations, that history will prove this to be a correct move, to bring peace to the Balkans.”

Speaking to reporters in Tanzania before he traveled to Rwanda, Mr. Bush again urged the predominantly-Albanian Kosovo to protect the rights of minority Serbs.

“Kosovo committed itself to the highest standards of democracy, including freedom and tolerance and justice for citizens of all ethnic backgrounds,” he said. “These are principles that honor human dignity. They are values America looks for in a friend and, soon, we will establish full diplomatic relations with the new nation of Kosovo.”

President Bush says the United States and its allies will work to bring about a smooth and peaceful transition to independence.

Serbia says it will make every effort to retain the territory, rejecting the declaration as a travesty of international law that will not add stability to the Balkans.

Serbia has recalled its ambassador from Washington because of the U.S. decision and says it will recall all ambassadors from countries that recognize the independent province.

In an emergency U.N. Security Council session, Russia joined Serbia in denouncing Kosovo’s declaration as a violation of Security Council orders.

Serbia wants U.N. Secretary-General Ban Ki-moon to declare Kosovo’s decision null and void. Mr. Ban has refused to declare that independence either legal or illegal and is calling on all sides to refrain from actions or statements that could jeopardize regional peace.

France, Britain, Belgium, and Italy have welcomed Kosovo’s independence. Spain, Cyprus, Greece, Slovakia and Romania are among those who oppose it.

Kosovo has been under U.N. administration since 1999, when NATO (North Atlantic Treaty Organization) air strikes halted Belgrade’s crackdown on ethnic Albanian separatists and drove Serbian security forces from the province.

USA drohen wegen AIDS-Medikamenten mit Sanktionen gegen Thailand

18
Feb

Schon seit Tagen wird darüber spekuliert, dass die von der Militärdiktatur eingeführte Zwangslizenz für lebenserhaltende, aber unter amerikanischem Patentschutz stehende Medikamente unter einem Sonderstatus der WHO für Entwicklungsländer wegfallen soll. Das könnte für Hunderte, wenn nicht Tausende von Aidskranken den sicheren Tod bedeuten. (Wir berichteten bereits über die Probleme von Drogenabhängigen.)
Thailand war unter heftiger Kritik durch die USA geraten, als der letzte Gesundheitsminister mit indischen Firmen und mit der Hilfe der Clinton-Stiftung, lebenserhaltende aber patentgeschützte Medikamente hat herstellen lassen. Diese konnten so preiswert hergestellt werden, dass tausende von Aidskranken Menschen damit gerettet werden konnten, die sonst, wegen fehlender Sozialversicherung oder aus anderen Gründen, nie das Geld zum Kauf der patentierten Arzneimittel hätten aufbringen können.

Obwohl der Schritt legal war und keine Handhabe für die amerikanischen Firmen besteht, rechtliche Schritte gegen die thailändische Regierung zu unternehmen, wurde politisch in den USA großer Druck ausgeübt, um Handelssanktionen in die Wege zu leiten. Und da die USA der wichtigste Exportmarkt für einige Industrien ist, könnte dies diese Industrien schwer treffen.

Entweder müsste also der Staat den Preisunterschied in der Medikamentenversorgung übernehmen, was aber von allen Kreisen in Thailand abgelehnt wird, oder hunderte, ja tausende von Menschen werden sterben, wenn die Zwangslizenz wieder wegfallen wird.

Der Vorsitzende der Aids Gesellschaft in Thailand, Jon Ungphakorn sagte, dass die Regierung den möglichen Verlust von Handelsbevorzugungen hinnehmen müsse, und nicht auf die Zwangslizensierung verzichten dürfe. „Es ist ein ganz normales Verfahren, dass Zollpräferenzen reduziert werden, wenn Länder zu viel in die USA liefern. Wir haben dies viele Male gesehen. Also wird diese Reduzierung sowieso kommen.“ Sagte er der Presse. „Falls die Zwangslizensierung aufgehoben wird, werde ich hinterfragen, welcher Politiker persönliche Vorteile daraus gezogen hat.“ Sagte er ungewöhnlich deutlich.

Der Sprecher des Außenministeriums Tharit Charungvat verweigerte die Auskunft darüber, was bei einer Besprechung der drei Staatssekretäre für das Außen-, Gesundheits- und Wirtschaftsministerium herausgekommen war.

Angkors Erben - Die Vergangenheit Kambodschas hat Spuren hinterlassen

18
Feb

Tempelanlagen, quirlige Städte, freundliche Menschen - ein ganz normales asiatisches Land ist Kambodscha, könnte man meinen. Doch die Vergangenheit hinterließ Spuren.

Die Fratzen lassen den Besucher beim Gang durch den Tempel nicht aus den Augen. Von allen Seiten starren die Steingesichter unbehaglich durch den Morgendunst. Meterhohe Visagen kontrollieren jeden Winkel des Bayon, des massiven Bauwerks, das einst das Herz des Angkor-Reiches war, bevor dieses unterging.

Doch wen stellen die steinernen Skulpturen dar? Sind sie Abbilder Jayavarmans VII., des letzten großen Monarchen Angkors, der sein Reich überblickt? Oder ist es der hinduistische Schöpfergott Brahma, dessen Konterfei die Steinmetze der Khmer zweihundertfach aus mächtigen Sandsteinblöcken herausmeißelten? Die Art der Darstellung von jeweils vier Gesichtern, die in vier Himmelsrichtungen blicken, deutet darauf hin.

Dith Rotha, kambodschanischer Buddhist und Kenner der Tempelstadt, sieht in den Gesichtszügen der Skulpturen jedenfalls nichts Bedrohliches. In den mandelförmigen Augen und wulstigen Lippen erkennt er vielmehr das Lächeln eines Bodhisattvas, eines Erleuchteten. „Ein Bodhisattva“, sagt er, „verzichtet auf das Nirwana. Er wird aus Mitleid zu den Menschen wiedergeboren, um ihnen den Weg zur Glückseligkeit zu zeigen. Ich opfere im Bayon ein paar Räucherstäbchen, in der Hoffnung auf Erlösung. Wissen Sie, ein Besuch der Tempel von Angkor wirkt auf die kambodschanische Seele heilend, denn wir Kambodschaner sind noch immer traumatisiert vom Holocaust Pol Pots am eigenen Volk. Pol Pot, der führende Kopf der Roten Khmer, hat während der Zeit seiner Herrschaft unendliches Leid über so viele Familien gebracht, auch über meine“.

An diesem Punkt der Unterhaltung reicht es bei dem vierzigjährigen Mann nicht einmal mehr zu dem typischen Lächeln, das Asiaten üblicherweise aufsetzen, um tiefgehende Gefühle zu verbergen. „Gehen Sie nach Tuol Sleng. Dort sind die Verbrechen Pol Pots dokumentiert.“

Tuol Sleng, das einstige Folterzentrum der Roten Khmer, liegt in einer staubigen Seitenstraße Phnom Penhs, weit weg von der großartigen Tempelanlage Angkors. Die grauen Betongebäude einer ehemaligen Schule zeigen Fotos und Dokumente und die raffinierten Folterkammern der Roten Khmer. Besucher aus aller Welt sind berührt und schockiert vom Ausmaß der Grausamkeiten, die Pol Pot befahl, um seine Ideologie durchzusetzen.

Paula führt die Besucher durch die Räume des Museums, in dem man das Grauen für die Nachwelt aufbewahrt. In den Zellen baumeln Stachelketten an rostigen Bettgestellen. An den Wänden steht der gemalte Hinweis geschrieben, dass es „nicht nötig“ sei, bei der Folter zu schreien. Überall liegen die aus Baustahl geschmiedeten Fußangeln der Gefangenen, die sich nicht bewegen durften, ohne um Erlaubnis zu fragen.

Das Regime hat penibel Buch geführt über die Geschundenen. Man hat die „Feinde“ des Khmer-Rouge-Regimes fotografiert, bevor man sie vor den Toren Phnom Penhs auf den berüchtigten „Killing Fields“ bestialisch ermordete. Zu Hunderten hängen die Porträts verängstigter Menschen in den ehemaligen Klassenräumen - Männer, Frauen und Kinder sind darauf zu sehen. Ihre Blicke wirken noch lange nach - auch beim Spaziergang auf der Uferpromenade des Flusses Tonle Sap, wo sich allabendlich die Einwohner Phnom Penhs versammeln.

Viele der Mönche, der Wahrsager, der Imbissverkäufer, der Väter und Mütter, die die frische Brise genießen, haben erlebt, wie Pol Pots grimmige und ganz in Schwarz gekleidete Soldaten vor dreiunddreißig Jahren am 17. April 1975 die Millionenstadt entvölkerten und die Städter wie Vieh in die Provinz Battambang an der Grenze zu Thailand trieben. Viele von denen, die jetzt im Abendlicht am Ufer des Tonle Sap promenieren, mussten dort unter unerträglichen Bedingungen helfen, ihr Kamputschea in den „agrarischen Urzustand“ zurückzuversetzen. Wie Sklaven schufteten die Städter auf den Reisfeldern Battambangs, das noch heute als „Reisschüssel“ des Landes gilt. Viele starben an Krankheiten oder verhungerten. Etwa 1,7 Millionen Kambodschaner, so wird geschätzt, fielen dem drei Jahre, acht Monate und zwanzig Tage währenden Wahnsinn zum Opfer, das entspricht etwa einem Drittel der Gesamtbevölkerung.

Beim Bummel durch Phnom Penh verblasst dann doch irgendwann die Vergangenheit, verblassen Tuol Sleng, die Killing-Fields und die Opfer des zwanzigjährigen Bürgerkriegs nach der Vertreibung der Khmer Rouge durch die Vietnamesen im Jahr 1979. Der Besucher vergisst die Tragödie beim Scherzen mit den Mönchen vor dem Königspalast, beim Fotografieren der Jungen und Mädchen, die sich in den Tonle Sap stürzen, um anschließend pitschnass und vergnügt das Bild auf dem Display der Digitalkamera des barang, des Ausländers, zu betrachten. Pol Pots Schreckgespenst weicht, wenn der Besucher von einem Vogelverkäufer einen kleinen Spatzen ersteht, um ihm die Freiheit zu schenken. Die Khmer glauben, dass die Vögel Sorgen und Gefahren mit sich in die Lüfte tragen.

Rund um die Ufercafés herrscht das Treiben einer ganz normalen asiatischen Stadt. Touristen amüsieren sich über den allabendlichen Wahnsinn des dalin, dieser Eigenart der Khmer, sich in Massen auf allem, was Räder hat, durch die Stadt zu bewegen. Cyclos (Rikschas), Motorräder, Fahrräder sind bis zur Grenze ihrer Belastbarkeit vollgeladen. Im gemächlichen Tempo begibt sich dann die fünfköpfige Familie auf der Honda im Strom Tausender anderer auf Sightseeingtour. Selbst der Hund, die Vorderpfoten auf den Lenker gestellt, findet den Corso toll.

Und dann ist es plötzlich wieder da - das Gespenst der Vergangenheit. Unvermutet erscheint es bei der Zeitungslektüre im französischen Café: „KR memoir writer says leaders should be executed“ (Biografin der Khmer Rouge fordert Todesstrafe für die Anführer). Die Schriftstellerin Sophal Leng Stagg, so wird berichtet, fordert im Falle eines Schuldspruchs die Hinrichtung der fünf noch lebenden ranghohen Vertreter des ehemaligen Terrorregimes. Eine Hinrichtung im Fernsehen könne sie sich gut vorstellen. Ein Freispruch hingegen würde das Land ins Chaos stürzen, denn die Erwartung der Kambodschaner nach Gerechtigkeit sei groß.

„Auf den Prozess warten wir seit Langem“, sagt Chea Vannath, Menschenrechtaktivistin und Präsidentin des Zentrums für die soziale Entwicklung in Phnom Penh. “Es gibt keinen Frieden ohne Gerechtigkeit. Vielleicht wird das Gericht in der kurzen Zeit, das es zur Verfügung hat - drei Jahre sind für die Prozesse angesetzt - nicht die Wahrheit herausfinden, aber das Verfahren wird ein wichtiges Zeichen sein und Licht auf eines der schrecklichsten Massaker der Geschichte werfen. Es wird auch eine Mahnung an unsere Regierenden sein, der Straffreiheit, die in unserem Land herrscht, ein Ende zu setzen.“

Auch Herr Rotha verfolgt mit wachsender Ungeduld die seit Jahren währenden Diskussionen um die Finanzierung des Prozesses, die Wahl der Örtlichkeit und der Richter. „Die Straffreiheit ist für die Roten Khmer zu Ende. Wir dürfen nicht länger warten, Pol Pot starb 1998 als freier Bürger im Urwald bei Anlong Veng, und der angeklagte Nuon Chea, Pol Pots Stellvertreter, ist schon 82 Jahre alt.“

Dith Rotha ist aufgewühlt, denn nun, im Frühjahr 2008, werden die Prozesse endlich beginnen. Und immer, wenn es dem Geschäftsmann zu viel wird, wenn die Geister der Vergangenheit zu mächtig werden, besteigt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern das Schnellboot und fährt nach Angkor, in die bessere Hälfte der kambodschanischen Geschichte. Der Familie erklärt er dann, dass die Anordnung Angkor Wats eine Nachbildung des Universums ist, die Türme eine Rekonstruktion jenes mythischen Meru-Berges, auf dem die Götter leben. Er wird nicht müde, die einstige Ausdehnung des Khmerreiches vom heutigen Vietnam über Laos und Thailand bis hin nach Assam und zur malaiischen Halbinsel zu beschreiben und über die raffinierten Bewässerungssysteme zu referieren, die als Motor der Wirtschaft eine solch hohe Kultur ab dem 8. Jahrhundert nach Christus über sechshundert Jahre erst ermöglichten. Wie alle Kambodschaner ist er stolz auf die Angkor-Tempel, die der Naturkundler Henri Mouhot 1860 auf seinem Weg nach Laos neu entdeckte und die heute jährlich von zwei Millionen Besuchern aus aller Welt bewundert werden.

Der Geschäftsmann wandert mit seiner Familie von Tempel zu Tempel, um der Seele des kambodschanischen Volkes nachzuspüren. Am Sras Srang, dem riesigen königlichen Schwimmbad, das einst Jayavarman VII. zu rituellen Waschungen diente, treffen dann einstige Größe und neuzeitliches Elend wieder aufeinander. Hier, wo der König badete, haben die Einheimischen der Gegend ein Mahnmal aus Totenschädeln errichtet, um den Erschlagenen des Pol-Pot-Regimes zu gedenken. Die Familie verbeugt sich vor dem Schrein, opfert einige Räucherstäbchen und Dith Rotha fordert – nun recht emotional – die längst überfällige Gerechtigkeit. Er hofft, dass der Prozess dazu beiträgt, die Seele aller Kambodschaner zu erlösen.

INFORMATION

Visum:
Für die Einreise nach Kambodscha ist ein Visum erforderlich. Visa können vor Reisebeginn bei einer kambodschanischen Auslandsvertretung oder bei der Einreise an den Internationalen Flughäfen Pochentong (Phnom Penh) und Siem Reap eingeholt werden. An manchen Grenzübergängen werden ebenfalls Visa bei der Einreise ausgestellt. Das Visum ist 4 Wochen gültig.
Königliche Botschaft des Königreiches Kambodscha, Benjamin-Vogelsdorff-Strasse 2, 13187 Berlin, Tel.: 030 / 48637901 ; Fax: 030 / 48637973 E-Mail: info@kambodscha-botschaft.de / REC-berlin@t-online.de; www.kambodscha-botschaft.de

Anreise:
Thai Airways fliegt von Deutschland über Bangkok nach Phnom Penh (Hauptstadt Kambodschas) oder Siem Raep (Ausgangspunkt für die Tempel von Angkor Wat) Von Phnom Penh nach Siem Raep besteht eine tägliche Bootsverbindung über den Tonle-Sap-See. Das Schnellboot benötigt für die Strecke 5 Stunden und kostet 25 Dollar.
Die Anreise von Bangkok nach Siem Raep per Auto (Pick up) dauert zwei Tage und ist wegen des schlechten Zustands der Straßen sehr beschwerlich.

Angkor Wat:
Für den Besuch der Tempelruinen von Angkor Wat sollten drei Tage eingeplant werden. Es gibt Tickets für einen Tag (20 Dollar), drei Tage (40 Dollar) und eine Woche (60 Dollar). Motorradtaxis für die Tempelrundtour kosten je nach Verhandlungsgeschick zwischen 5 und 10 Dollar.

Phnom Penh:
Zum Verständnis der geschichtlichen Tragödie des Landes ist ein Besuch Tuol Slengs und der Killing Fields obligatorisch. Das Museum liegt in der 103. Straße und ist täglich von 7.00Uhr bis 11.30 Uhr und von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Choeung Ek, die „Killing Fields“ liegen etwa 12 Kilometer außerhalb des Zentrums und sind mit dem Taxi zu erreichen.

Literatur:
Andreas Neuhauser: Kambodscha. Reise Know-How Verlag, Bielefeld 2007, 504 S., 19,50 Euro
Michael Sontheimer: Kambodscha, Land der sanften Mörder, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg, 248 S., nur noch gebraucht erhältlich
Loung Ung: Der weite Weg der Hoffnung, Fischer Taschenbuch, Frankfurt/Main 2002, 338 S., 9,95 Euro

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